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Beschreibung nach derzeitigem Stand des Royal Persian Angora Chinchillas (kurz RPA):
Es handelt sich bei den Royal Persian Angora Chinchillas um keine Neuigkeit, da die ersten Zuchtversuche Anfang der 60er Jahre in Texas starteten. Für die Pelzindustrie ist diese Mutation, wegen ihrer beträchtlichen Felllänge, bis heute uninteressant geblieben. Die ersten weißen Royal Persian Angora Chinchillas tauchten 1955 auf.
Charakteristische Merkmale der Royal Persian Angora Chinchillas: Felllänge am Körper ~ 6 cm und mehr, Gesichtsfell länger als bei ihren Vorfahren, Fell um die Ohren deutlich länger als im Gesicht, Fell am Schwanz ~ 8cm und mehr. Die Fellbeschaffenheit, also die Stärke, ist wie bei Angorakaninchen oder Angorakatzen außergewöhnlich dünn, “duftig” und lang.
Die Vererbung des Angora-Gens könnte kumulativ (anhäuufend/steigernd) und/oder (nur) rezessiv (vergleichbar mit Saphir oder Violett) sein, das muß erst durch Zucht erforscht werden. Beweisen können wir allerdings noch nichts, da wir ja noch keine Nachkommen aus unseren Verpaarungen hier in Deutschland haben. Bekannt ist nur, dass in Russland schon die ersten (Angora)Trägerchinchillas geboren sind. Die Eltern dort sind entweder RPA x Normale Chinchinchillas oder RPA x RPA Träger. Wenn sie nur rezessiv sind, sollte man die Zuchtziele sehr hoch ansetzen, wie bei Saphir und Afro Violett. (wenn es hier eine genaue Klärung gibt wird die Arbeitsgruppe diesen Text ändern!). Begründung dafür - Bildern zufolge- gibt es Royal Persian Angora Träger und Royal Persian Angora, wobei bei den Royal Persian Angora Trägern oft auch Chinchillas vorzuweisen sind, deren Felllänge der Royal Persian Angora sehr nahe kommt. Auf der anderen Seite kommen Chinchillas als Royal Persian Angora Träger vor, welche nur um den Nacken längeres Fell vorweisen. Dies darf sich allerdings nur auf Tiere welche aus Royal Persian Angora entstanden beziehen, da alle anderen Tiere, welche nicht über Royal Persian Angora gezüchtet wurden, zumindest zum heutigen Standpunkt, einfach nur zu langes Fell für Chinchilla lanigeria vorweisen. Im Genpool der Chinchillas müßte ein Langhaar-Gen vorhanden sein, da es immer wieder zu Nachwuchs kommt, dessen Felllänge einfach etwas länger gerät. In welchem Teil des Genpools das Angora-Gen sitzt kann bislang nicht mit Sicherheit genannt werden (hängt es nun am normalen Fell-Gen, ist es ein komplett eigenständiges Gen? (dies ist noch nicht geklärt)
Wie bei sämtlichen Mutationen ist eine Verpaarung zwischen Royal Persian Angora x Royal Persian Angora nicht optimal, da die Tiere dadurch kleiner werden können. Abgesehen davon weisen die Royal Persian Angora Chinchillas bislang noch nicht wirklich einen großen Körper auf, sie wirken neben einem Chinchilla lanigeria zwar um ein mehrfaches üppiger, das macht allerdings nur den Anschein aufgrund des langen Felles.
An der Größe sollte unbedingt gearbeitet werden.
Auch sollte in der Weiterzucht die Qualität, wie Felldichte, Form u.s.w. wie bei den bisher vorkommenden Chinchillas nie aus den Augen verloren werden.
Die Royal Persian Angora Chinchillas haben eine durchschnittliche Felldichte und selbst da erscheint eine Pflege mit Kämmen etwa alle 3 bis 4 Wochen jetzt schon notwendig.
Die Auswahl des Zuchtpartners sollte besonders bei Royal Persian Angora Chinchillas noch bedachter vorgenommen werden “gute Körperform, stabiler Charakter, Farbklarheit und normale Felldichte (nicht zu viel und nicht zu wenig, also ein anständiges Mittelmaß).
Weiterhin ist es besonders wichtig, dass die Stammbäume von Jungtieren, welche über Royal Persian Angora gezüchtet wurden, exakt und absolut genau geführt werden müssen, um so ein "Einpanschen" in die zumeist ausgezeichnete Chinchilla lanigeria -Zucht zu unterbinden. Folge des Einpanschens wäre in allen Fällen eine starke Qualitätminderung aller Chinchillazucht-Formen und ein großer Schritt zurück. Aus diesem Grunde sollte die Abgabe, von Royal Persian Angora Chinchillas und deren Jungtiere auf großer Bedachtnahme auf die künftigen Vorhaben des Interessenten basieren.
So hübsch und außergewöhnlich Royal Persian Angora Chinchillas für manchen auch sein mögen, mit nicht exakten Stammbäumen, bedachtlosen Verpaarungen kann das Jahrzehnte lange Werk aller engagierter Züchter zerstört werden!
Das darf nicht passieren!
Wie es um die Akklimatisierung der Royal Persian Angora Chinchillas in unseren Breitengraden bestellt ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich sagen. Zur Zeit leben die uns bekannten RPA-Chinchillas entweder in einem, im Sommer kühlen Raum, welcher im Winter je nach Bedarf und Außentemperatur beheizt wird. Oder aber in einem Raum mit Klimagerät mit eigenem Kühlmittelkreislauf. Auskünften nach leben die Royal Persian Angora Chinchillas in den USA ganzjährig in einer Umgebungstemperatur von 18-20 Grad.
Derzeit (Anfang 2008) gibt es folgende Farben/Mutationen:
- Standard Royal Persian Angora (kurz RPA) + “Träger”
- Weiß Royal Persian Angora (kurz RPA) + “Träger”
- Silber Royal Persian Angora (kurz RPA) + “Träger”
- Silber Schecke Royal Persian Angora (kurz RPA) +“Träger”
- Beige Royal Persian Angora (kurz RPA) + “Träger”
- Black Velvet Royal Persian Angora (kurz RPA) + “Träger”
In naher Zukunft wird es allerdings auch verschiedenste Mutationsträger in Royal Persian Angora (kurz RPA) + Träger geben.
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