Up-Date 22.06.2008

erstellt am 11.08.05


Lockenchinchilla

Das Lockenchinchilla

(Dieser Text wurde von Astrid Isiktas verfaßt, Petra Meyer hat noch einige Ergänzungen eingebracht, Mia Baumann hat eine Erfahrung mit niedergeschrieben, die in diesem Text zugefügt wurde, die Gruppe hat dem Text zugestimmt)

 

Seit über 40 Jahren sind die Chinchillazüchter darauf bedacht, die Qualität der Chins in Größe, Form, Felldichte und Bläue zu verbessern. Wir können heutzutage von einer sehr guten Qualität des Chinchillas sprechen, welches wir den Pelztierzüchtern damals zu verdanken haben.

Es wäre zu schade, wenn man jetzt mit Lockenchinchillas die Qualität wieder verschlechtert (Wirbel, zu langes Fell usw.). Auch bei den Angorachins aus Amerika, wäre es der gleiche Grund diese Tiere nicht zu züchten.

Ein Anfänger dürfte mit solch einem Chinchilla überhaupt nicht züchten. Auf keinen Fall dürfen die heutigen guten Linien oder Farben die in der Entwicklung sind und nicht ausgereift (wie z.B. Saphir) mit den Lockenchinchillas vermischt werden. Die Zucht sollte eingeschränkt auf wenige Züchter bleiben, die Erfahrung und Verantwortung haben und intensiv für Liebhaber von Lockentieren ziehen. Auf keinen Fall dürfen gute Linien mit diesen Tieren "verpanscht" oder gar eine solche Abstammung (Lockenträger) in eine Nichtlockenzucht verkauft werden (Abstammungsnachweis sollte in dem Fall Pflicht sein). Es wäre eine Sünde in der Chinchillazucht und würde dann auch die eigene jeweilige Zucht "löcherig" gestalten.

Es wird hier auch an die Vernunft der Anfänger appeliert, da man noch nicht viel weiss über diese Tiere z.B. Vererbung, Lebenslänge, Krankheitsanfälligkeit u.v.m. Bis jetzt sind wohl auch Todesfälle unter einem Jahr bekannt oder mit etwas über einem Lebenjahr. Ob sie nun mit dem Locken-Gen zu tun hatten, kann man nicht genau sagen, aber darum ist Vorsicht geboten. Wer als Anfänger solch ein Tier dann doch unbedingt haben möchte, sollte es gleichgeschlechtlich setzen und sich nur liebhabermäßig daran erfreuen.

Lockenchinchillas können lt. Erfahrungsbericht auch nicht wirklich ein entspanntes Sandbad nehmen, oft haftet noch Sand im Fell oder direkt auf der Haut. Das kann auch ein Stressfaktor bedeuten, kämmen ist nicht möglich auf Grund des verzurrten Fells. Es muss dann möglichst der Sand aus dem Fell herausgesucht oder herausgeschüttelt werden.

Da diese Tiere vermutlich bevorzugt angefaßt werden und somit gewohnt sind, mehr als Ihre Artgenossen sich vom Menschen anfassen zu lassen, wirken sie dann zahmer.

Durch das undichte Fell, kann es zu Austrocknungen der Haut kommen und daraus kann vermehrt Schuppenbildung entstehen.

Das Aussehen dieser Tiere soll nicht über verschiedene Problematiken hinwegtäuschen.

Die Fotos der Lockenchinchillas wurden uns von Nicole v. Drunick (links) und Jessica Walla (rechts) zur Verfügung gestellt.